Erinnerungskultur – Familienstiftung

Familienstiftung - Ernst Edler von Schuch

"Es ist nicht meine Art stehen zu bleiben"
Bewahrung der Erinnerung an den Dirigenten Ernst von Schuch, Vermittlung seines musikalischen Erbes und Förderung des Dirigentennachwuchses“





Erinnerungskultur

Wesentlicher Zweck der Stiftung ist die Bewahrung der Erinnerung an Ernst von Schuch und sein umfassendes Wirken im Musikleben Dresdens um 1900 und darüber hinaus.

Der Namensgeber, Ernst Edler von Schuch (1846-1914), gebürtig aus Graz,

wirkte von 1872 bis zu seinem Tode im Jahre 1914 über 40 Jahre lang als Kapellmeister und GMD an der Dresdner Hofoper.

Dabei entwickelte er als einer der besten „Orchestererzieher“ seiner Zeit sowohl instrumental wie auch spieltechnisch das Orchester weiter und ermöglichte damit der Königlich-sächsische musikalische Kapelle die Aufführung neuzeitlicher Kompositionen des 20.Jahrhunderts. Er führte die Hofkapelle wie auch das Sängerensemble zu internationaler Spitzenklasse und prägte mit seiner Arbeit als Dirigent wie auch als Regisseur einzelner Opern das Musikleben m 1900. Werke namhafter Komponisten wie Richard Wagner, Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini, Max Reger, Gustav Mahler wurde unter seiner Regie in Dresden erstmals oder uraufgeführt. Nicht zuletzt verhalf er mit bahnbrechenden Uraufführungen der Opern „Salome“, „Elektra“ und „Der Rosenkavalier“ dem Komponisten Richard Strauß zu Weltruhm.

Ernst von Schuch als junger Mann

Ernst von Schuch als junger Mann um 1875

Clementine von Schuch ca. 1890

Clementine von Schuch ca. 1890 (c) Stadtmuseum

Seine Frau, Clementine von Schuch geb. Prohaska( 1850 – 1932) , gebürtig aus Wien war von 1873-1898 während 25 Jahren als gefeierte Koloratursopranistin an der Dresdner Hofoper engagiert und  trat vielfach in verschiedenen europäischen Städten, unter anderem im königlichen Opernhaus in Covent Garden London, auf.

Auch etliche seiner Kinder waren mit dem Dresdner Opernhaus verbunden:

Die jüngste Tochter Liesel von Schuch (1891-1990) ebenfalls erfolgreiche Koloratursopranistin war von 1914 – 1935 an der Dresdner Hofoper, später Staatsoper, engagiert. Nach ihrem Ausscheiden aus dem aktiven Leben an der Dresdner Oper arbeitete sie mehrere Jahrzehnte als Gesangslehrerin in Dresden.

20x30 Liesel von Schuch in ihrem Dresden-Debüt als Violetta

Liesel von Schuch als „Violetta“ 1914

Hans von Schuch ca 1920

Hans von Schuch um 1930

Der jüngste Sohn Hans von Schuch(1886-1963) war als Cellist  an der Hofoper tätig. Gemeinsam mit den Schwestern Käte von Schuch (1885-1973), Sopranistin am Opernhaus Dessau, und Liesel trat er nach dem Tode seines Vaters über viele Jahre in den „Schuchkonzerten“ auf.

Der zweite Sohn Fritz von Schuch ( 1882-1962) wirkte in den 30iger Jahren bis zum Ende des 2. Weltkrieges als stellvertretender Intendant an der Dresdner Staatsoper.

Familie Schuch Großbild_beschnittenv.l.hintere Reihe: GMD Ernst von Schuch, Friedrich von Schuch; vordere Reihe: Liesel von Schuch, Ernst von Schuch, Clementine von Schuch, Hans von Schuch, Käthe von Schuch um 1900

Aufgabe der Stiftung ist es, das umfassende Wirken Ernst von Schuchs und seiner Familie der Öffentlichkeit in Erinnerung zu rufen, es zu bewahren und zu dokumentieren. Dieser Aufgabe wird die Stiftung durch Mitwirkung bei Ausstellungen und Buchprojekten, Durchführung von Vorträgen und Gedenkveranstaltungen gerecht.

2016

Von November 2016 bis März 2017 fand die Ausstellung „Alle meine Kräfte diesem Werke … Schuchs eigener Wagner“ in den Richard Wagner Stätten, Graupa, statt.

Ein geplanter Vortrag beim Lions-Club Radebeul über den Generalmusikdirektor wurde aus terminlichen Gründen verschoben.

2015

Während eines Richard-Strauß-Symposiums in Wien im Januar 2015 im Theatermuseum Wien konnte auch dort die Ernst-von-Schuch-Stiftung durch die Sprecherin Martina Damm publik gemacht werden. Sie stellte Aufgaben und Arbeit der Stiftung vor.

2014

Anlässlich des 100. Todestages von Ernst von Schuch fanden im Jahre 2014 mit Unterstützung der Familienstiftung Ernst von  Schuch mehrere Veranstaltungen in Erinnerung an sein umfassendes musikalisches Wirken statt.

März – Mai 2014 Ausstellung „Ein Hofkapellmeister in der Lössnitz“, Foyer Landesbühnen Sachsen Radebeul

Von März bis Mai 2014 zeigte die Ausstellung „Ein Hofkapellmeister in der Lössnitz“ in Radebeul besondere Einblicke in das private Leben  der Schuchfamilie.

Mai – September 2014 Ausstellung „Die Schuchs-eine Künstlerfamilie in Dresden“, Stadtmuseum Dresden,

Sonderausstellung im Stadtmuseum

Schuch-Flyer

(c) Stadtmuseum Dresden

Diese Ausstellung vermittelte nicht nur einen umfassenden Überblick über das künstlerische Wirken Ernst von Schuchs und seiner Familie sondern zeigte ebenso das Alltagsleben dieser Künstlerfamilie wie auch die künstlerische Entwicklung nachfolgender Generationen. Angereichert wurde die Präsentation durch wichtige Sammlungsstücke, und viel Material, das sich noch in Privatbesitz der Nachkommen befindet. Mehr als 5000 Besucher zeugten von regem allgemeinem Interesse an dieser Präsentation eines Stückes Musikgeschichte in Dresden.

Im Begleitbuch zur Ausstellung erschien eine Biografie in Bildern über Ernst von Schuch von Martina Damm, Sprecherin der Familienstiftung.

Am 10. Mai 2014 fand eine Gedenkveranstaltung zum 100. Todestag von Ernst von Schuch auf dem Friedhof Radebeul West, Grabstätte Ernst und Clementine von Schuch, in Anwesenheit der Nachkommen und zahlreicher  Ehrengäste statt. Die Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt von Bläsern der Sächsischen Staatskapelle Dresden

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(c) Martina Damm

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(c) Martina Damm

November 2014 Gustav Mahler Vereinigung Hamburg e.V.

Rahmen eines Symposiums über „Strauss* Mahler* Schuch – Freundschaft zwischen Komponisten- und Dirigentenkollegen“ im November 2014 hielt Martina Damm einen Vortrag über „Gustav Mahler und Ernst von Schuch – Eine Expedition ins Unbekannte“, der die tiefe Künstlerfreundschaft zwischen den beiden Protagonisten ihrer Zeit beleuchtete.